Barockkonzert

im Zwiefalter Münster  mit Werken von

Pater Ernest Weinrauch  und  Pater Isfrid  Kayser

Sonntag, 13.Oktober 2019 um 17 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

ZU KONZERT + PROJEKT

 

WORTE DES VERANSTALTERS 

 

 

 

Liebe Konzertbesucherinnen und -besucher,


wenn jemand nach unserem ersten Konzert mit Werken von Pater Ernest Weinrauch im Jahr 2005 vorausgesagt hätte, dass wir die Aufführungen auch noch 2019 fortsetzen werden, dem hätte man wohl kaum Glauben geschenkt. Mitglieder und Freunde des Vereins bilden den Ernest-Weinrauch-Chor mit derzeit 47 Sängerinnen und Sängern. Seit dem ersten Konzert sind auch 15 Chorsängerinnen und Chorsänger aus unserer circa 1000 km fernen französischen Partnergemeinde La Tessoualle dabei.

Doch dürfen wir uns heute freuen, dass nunmehr das siebte Mal Sängerinnen und Sänger aus Zwiefalten und Umgebung sowie aus der ca. 1000 km fernen französischen Partnergemeinde La Tessoualle zusammenkommen, um auf ein Neues die musikalische Botschaft des Klosterkomponisten Pater Ernest Weinrauch weiterzutragen.

Die Werke des Zwiefalter Benediktiners bereichern das kulturelle Leben der Gemeinde und der Region und sind aus ihm nicht mehr wegzudenken. An dieser Stelle danken wir allen Akteuren und Helfern für ihre Mitwirkung und ihre Treue sehr herzlich! 


Unseren Förderern sind wir zu besonderem Dank verpflichtet. Ohne ihr großzügiges Engagement wäre unser ambitioniertes Konzertprojekt nicht umsetzbar!

 

Dr. Torsten Augenstein ist eine  unverzichtbare besondere "Säule" unseres Musikprojektes. Seit einigen Jahren beauftragt der Geschichtsverein den Musikwissenschaftler, in Staatsarchiven und Klöstern Notenabschriften seiner Kompositionen ausfindig zu machen und in moderne Notenschrift zu setzen. Noten, die zu Lebzeiten nicht verlegt wurden, sind in den Klöstern und Archiven nur als Abschriften von Einzelstimmen erhalten und wurden daher nicht weiter bekannt. Inzwischen sind alle Messen, einige Psalmen und andere kleinere Kirchenwerke in moderne Notenschrift gesetzt und in den Jahren 2005, 2007, 2009, 2011, 2014 und 2017 im Rahmen unseres Projektes aufgeführt worden.

 

Unser Dank gilt auch Prof. em. Šumski, der im vergangenen Jahr seinen 85. Geburtstag feiern durfte. Durch seine 1986 ins Leben gerufene Forschungs- und Editionsstelle für oberschwäbische Klostermusik an der Universität Tübingen wurden aus den ehemaligen Klöstern Oberschwabens nahezu 300 Kompositionen neu entdeckt, bearbeitet und der modernen Aufführungspraxis angepasst. Als er 2005 seine Tätigkeit beendete, setzte Otto Reichhard, der damalige zweite Vorsitzende des Zwiefalter Geschichtsvereins, die Idee in die Tat um, die Kompositionen Weinrauchs an seinem Entstehungsort, dem Zwiefalter Münster, zur Aufführung zu bringen.

 

Freuen wir uns nun auf ein eindrucksvolles Konzert am Sonntag, 13.Oktober 2019 !

 

Zwei hervorragende Musiker und Komponisten der Klostermusik des 18. Jahrhundert. Weinrauch (1730 – 1793) wirkte im Benediktinerkloster Zwiefalten als angesehener Komponist und Lehrer, z.B. von Konradin Kreutzer.

Kayser (1712 – 1771) war wohl der bekannteste oberschwäbische Prämonstratensermönch. Rund 100 Werke (Messen, Offertorien, Psalmen, Motetten) ließ er im Druck erscheinen – so viel, wie kein anderer oberschwäbischer Komponist. Mit der Säkularisation wurde Anfang des 19.Jahrhunderts in beiden Klöstern eine reiche und lebendige Klosterkultur zerstört. Mit diesem Konzert möchte der „Weinrauchchor“ diese besondere Musik einem breiteren Publikum nahebringen.

 

Weitere detaillierte Informationen zu oberschwäbischer Klostermusik und dem Projekt finden Sie am Ende dieser Seiten.

 

 

Mit herzlichen Grüßen

Bettina Eppler und Hubertus-Jörg Riedlinger

 

 

 

Karten 

 

Vorverkauf bei Fa. Auchter in der Hauptstr. 64 oder

per Email bei eppler@geschichtsverein-zwiefalten.de

per  Telefon 07373/921 188.

Ihre Karten liegen dann an der Abendkasse bereit!

 

Vorverkauf & Abendkasse 18 €,

Mitglieder des Chores und des Geschichtsvereins Zwiefalten ermäßigt 15 €

Schüler & Studenten ermäßigt 9 €


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GRUSSWORT

UNSERES LANDRATS 

 

 

 

Liebe Kulturfreunde,


Seit ihrer ersten Aufführung 2005 begeistern die Konzerte mit Werken des Zwiefalter Klosterkomponisten Pater Ernest Weinrauch die Besucherinnen und Besucher von nah und fern. Die Konzerte sind nicht nur zu einem festen Bestandteil des örtlichen Kulturlebens geworden, sondern mittlerweile auch in die weithin bekannte Reihe der Münsterkonzerte aufgenommen.

 

Nach Abschluss der 2018 begonnenen Bauarbeiten findet in diesem Jahr ein weiteres Barockkonzert im Zwiefalter Münster statt, bei dem das Requiem gespielt werden wird, ergänzt durch ein Werk von Isfrid Kayser. Ergänzt wird dieses neue Konzert durch ein musikwissenschaftliches Symposium zum Oberschwäbischen Barock. Der Weinrauch-Chor mit 51 Sängerinnen und Sängern wird auch in diesem Jahr wieder von der französischen Partnergemeinde La Tessoualle unterstützt – dieser musikalische Brückenschlag ist eine besondere Botschaft zur Völkerverständigung.

Gemeinsam halten sie das musikalische Erbe eines der bedeutenden Komponisten der Barockzeit in Ehren und machen es einem breiten Publikum zugänglich. Die Barockmusik am Entstehungsort, dem Zwiefalter Münster, zu erleben, ist ein ganz besonderer Hörgenuss mit historischem Ambiente.

 

Für die Pflege der Klostermusik Zwiefaltens bedanke ich mich ganz herzlich beim Geschichtsverein Zwiefalten. Mein Dank gilt auch allen Chor und Orchestermitgliedern für die leidenschaftliche musikalische Darbietung.


Ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Landkreises, viel Erfolg und zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Den Konzertgästen wünsche ich interessante Einblicke in Leben und Wirken von Pater Weinrauch und natürlich viel Freude und Genuss beim „Wiederentdecken“ seiner Musik.


Thomas Reumann, Landrat

 

 

 

 

MITWIRKENDE


Jeannette Bühler Sopran

Johannes Petz Tenor

 

Sabine Schilling Alt

Siegfried Laukner Bass


Chor und Orchester „Ernest Weinrauch“ sowie Sängerinnen

und Sänger aus der Partnergemeinde La Tessoualle
 

Violine I: Stefan Hatvani, Ernst Kiefer, Almut Schiedel und Ulli Etter
Violine II: Margarete Wituscheck, Ina Krauß und Wolfram Teschner

 

Viola solo: Viola tutti:Peter Galbacs und Claudia Ott Ursula Pöhlsen

Violoncello: Marion Kiefer

Kontrabass: Andrea Fadani

 

Horn I und II: Raphaela Schmoller und Claudius Triebener
Trompete I und II: Alexander Ott und Johannes Popp


Pauke: Simone Mayer
Continuo: Ralf Klotz


Orchestereinstudierung: Stefan Hatvani


Dirigent: Jörg Sommer

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Grußworte 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Kulturfreunde,

 

erneut lässt der Geschichtsverein Zwiefalten mit seinem Chor Klänge aus einer anderen Zeit aufleben: Den über 250 Jahre alten Werken von Pater Ernest Weinrauch leiht er Raum und Stimme, erweckt auf diese Art Geschichte und Kultur zum Leben und schreibt beides fort. Die Ehrenamtlichen des Vereins machen die Stücke vor der beeindruckenden Kulisse des Zwiefalter Münsters für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger erlebbar – und dies bereits zum siebten Mal. Solches Engagement trägt zu einer lebenswerten Region und einer vielfältigen Gesellschaft bei.

Werte, für die auch wir stehen – als Kreissparkasse Reutlingen fördern wir vielfältig Vereine und Institutionen. So tun auch wir unseren Teil, Kultur zu erhalten und regionale Identität zu festigen. Daher sind wirstolz darauf, seit Beginn der Konzertreihe ein Teil davon zu sein.


Im Namen der Kreissparkasse Reutlingen wünsche ich allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg und Liebe zur Musik, damit auch in Zukunft spannende Projekte wie dieses entstehen. Und Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, ein außergewöhnliches Erlebnis und einen wundervollen Abend!
 

 

Mit besten Grüßen
Ihr
Michael Bläsius

Vorsitzender des Vorstands
der Kreissparkasse Reutlingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Konzertfreunde,

 

die Klostermusik des 18. Jahrhunderts des Pater Ernest Weinrauch ist mittlerweile wieder ein Stück Kultur-Heimat geworden. Die Solisten, Instrumentalisten und Choristen des Ernest-Weinrauch-Chor und der französischen Partnergemeinde La Tessoualle machen die barocke Musik zu einem besonderen Erlebnis. Ebenso wichtig wie das Geschehen auf der Bühne ist das Engagement hinter den Kulissen.

 

Daher an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam und den Zwiefaltener Geschichtsverein und allen anderen Mitwirkenden.

Als nachhaltiger Energiedienstleister sind wir in besonderer Weise mit der Region verbunden und freuen uns sehr, dass wir als Sponsor dieser Veranstaltung diese Energie und Leidenschaft unterstützen können. Neben kulturellen Veranstaltungen wie diese sind uns vor allem ökologische Projekte und Umweltbildung ein Anliegen.

Mit ‚Energie von hier zu Dir‘ bieten wir heimische Energie und Energielösungen an, um die Herausforderungen des Klimaschutzes zu meistern.
 

Ich wünsche allen Beteiligten dieser Veranstaltungen viel Erfolg und den Besuchern ein unvergessliches Hörerlebnis.
 

Ralf Biehl
Geschäftsführer
Erdgas Südwest GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Gäste des Pater Ernest Weinrauch-Konzert,

 

wir können stolz sein auf derart wertvolle Kulturgüter unserer Heimat. Und wir sind dankbar für die Macher, die diese Kultur aufrechterhalten.

 


Mein besonderer Dank gilt dem Geschichtsverein Zwiefalten mit dem Pater Ernest Weinrauch-Chor, der diesen
musikalischen Abend aufs Neue im Zwiefalter Münster ermöglicht. Und wir freuen uns darauf, in diesem Jahr mit dem Werk von Pater Isfrid Kayser aus dem Kloster Marchtal weitere „barocke Schätze“ wiederzuentdecken.

 

Gesellschaftliches Engagement und den Menschen in der Region ein guter Nachbar zu sein das sind die Prinzipien, die fest in den Unternehmensgrundsätzen von ALB-GOLD verankert sind. Ebenso pflegen wir, im Sinne gelebter Nachhaltigkeit, dauerhafte Verbindungen zu Rohstofflieferanten und Vertriebspartnern, aber auch zu Erzeugern
und unterstützen neben Naturschutz-Vereinen, aus Überzeugung, Kunst und Kultur. Deshalb freuen wir uns, auch in diesem Jahr Förderer des mittlerweile 7. Ernest Weinrauch-Konzerts zu sein.

 

Liebe Musikfreunde, Ihnen wünsche ich einen musikalisch unvergesslichen Abend. Lassen Sie sich mitreißen und genießen Sie eine ganz besondere Zeit.
 

Ihre

Irmgard Freidler
Inhaberin und Geschäftsführerin
ALB-GOLD Teigwaren GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Konzertfreunde,


In der Politik, der Gesellschaft und auch in vielen Familien ist der Werteverfall spürbar. Dem können wir nur entgegenwirken, wenn die Wurzeln und ehrwürdigen alten Bäume unserer Kultur und Geschichte studiert, gepflegt und zurück in das Bewusstsein der Gesellschaft getragen werden. Deshalb geht es darum, die Musik von Pater Ernest Weinrauch (1730-1793) nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern seine Werke immer wieder neu aufzuführen, zu interpretieren und den Menschen die Möglichkeit zu geben, diese anzuhören und sich auf die alten Werte zu konzentrieren oder wenigstens darüber nachzudenken. Und dann können wir uns darauf verlassen, dass sich die Wirkung zeigen wird – wie bei einer guten Medizin. Wir von der Hans Schwörer Stiftung sind stolz darauf, hierbei mithelfen zu dürfen.

 

Großen Respekt empfinden wir gegenüber den ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten und auch den Künstlern, die dafür sorgen, dass die Medizin ihre Wirkung entfalten kann. Dies ist leider nicht die einzig notwendige Handlung, aber sicher ein wichtiger Beitrag, den Werteverfall zu stoppen oder noch viel besser, zu alten und richtigen Werten zurückzuführen.

 


Ihr
Johannes Schwörer
Vorstand der Hans Schwörer Stiftung

 

 

 

 

 

 

Weitere  Informationen zu oberschwäbischer Klostermusik und unserem Projekt:

 

 

 

 

 

Musik aus der Barockzeit des Klosters  Zwiefalten - 

zu den Werken von Pater Ernest Weinrauch (1730-1793)

 
Ernest Weinrauch, am 17. Oktober 1730 in Donauwörth/Bayern als Sohn eines Handwerkers geboren, kam bereits in seinen ersten Schuljahren mit der Benediktinerabtei Zwiefalten in Berührung. Als er dort mit der Profeß im Jahre 1748 ins monastische Leben eintrat, stand das oberschwäbische Kloster bereits in seiner vollen barocken Blüte:
Die Reichsunmittelbarkeit der Abtei hatte 1750 die bis dahin erreichte wirtschaftliche und politische Selbständigkeit besiegelt. Wissenschaft und Kunst konnten auf diesem Boden ein letztes Mal prachtvoll gedeihen. Bis zu seinem Tode am 9. April 1793 bekleidete Ernest Weinrauch die Ämter des Subpriors und Ordenskapitulars; als Chorregent machte er es sich zur Aufgabe, den um die Jahrhundertmitte erbauten Kirchenraum des Zwiefaltener Münsters mit Musik zu füllen. In seinem Wirkungskreis war Ernest Weinrauch als hervorragender »Kontrapunktist, Orgelspieler und Komponist« bekannt. Er widmete sich - so der heutige Stand der Forschungen - ausschließlich der Kirchenmusik. Erhalten sind eine große Messe in C-Dur, das Oratorium »Kain und Abel«, eine Fülle kleiner Kompositionen, sowie das Requiem in c-Moll und die Messe in g-Moll, die am 2. November 1997 im Zwiefalter Münster erstmals wieder aufgeführt wurden.
Zu seinen Pflichten gehörte auch die musikalische Ausbildung der Klosterschüler. Weinrauch muß ein Lehrer von außergewöhnlichem Format gewesen sein, der den Schülern eine Ausbildung vermittelte, die das übliche Maß klösterlichen Musikunterrichts weit übertraf. So gingen der spätere Ottobeurener Komponist P. Conrad Bagg und Conradin Kreutzer, der seit 1789 Unterricht erhielt, aus seiner Schule hervor. Stilistische Untersuchungen legen den Schluß nahe, daß sowohl die Messen in g-Moll als auch das Requiem in c-Moll zu den späteren Werken des Zwiefaltener Meisters gehören. Ihre Aufführung zu Lebzeiten Weinrauchs ist allerdings nicht nachgewiesen. Mit Sicherheit wurden die beiden Kompositionen nach der Säkularisation der Benediktiner-Reichsabtei 1803 bis zum Konzert im Herbst 1997 nicht aufgeführt.
Der Tübinger Universitätsmusikdirektor Professor Dr. Alexander Sumski, der sich seit vielen Jahren um die Neuaufführung oberschwäbischer Klostermusik bemüht, hat die beiden Werke in der Universitätsbibliothek Augsburg aufgefunden, bearbeitet und herausgegeben (Prof. Dr. Eberhard Stiefel). 

Zu den Ernest Weinrauch-Konzerten und dem gesamten Projekt wurden besondere Internetseiten gestaltet:
http://www.weinrauchkonzerte.de/; auch bei Wikipedia gibt es interessante Ausführungen.

 

 

 

 

Wie kam es zu unseren Konzerten

mit Werken des Zwiefalter Klosterkomponisten Pater Ernest Weinrauch?

 


Mit der Säkularisation 1803 wurde wie im ganzen oberschwäbischen Bereich auch in Zwiefalten reiche und lebendige Klosterkultur zerstört. Zur Klosterkultur gehörten auch die Komponisten, die für ihr Kloster Werke schufen, die durchaus auf der Höhe der Zeit waren. Lange Zeit waren diese nach den Klosterauflösungen in einen tiefen Dornröschenschlaf versunken, vergessen. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden viele dieser geistlichen Werke von Prof. Alexander Sumski (Eberhard-Karls-Universität Tübingen) wieder entdeckt und durch Aufführungen einem breiten Publikum nahe gebracht.

 

Eine der besonders hervorragenden Gestalten der Klostermusik des 18. Jahrhunderts im ober-schwäbischen Raum war Ernest Weinrauch, der 1730 in Donauwörth geboren wurde und im Bene-diktinerkloster Zwiefalten als Komponist und als ausgezeichneter Lehrer, z.B. von Konradin Kreuzer, gewirkt hat.

 

Seit geraumer Zeit nehmen wir uns der Pflege der Musik in oberschwäbischen Klöstern, und dabei insbesondere der der Reichsabtei Zwiefalten an. Unser Mitglied Otto Reichhard war der Initiator des großen Vorhabens, die Werke von Pater Ernest Weinrauch nach der Wiederentdeckung durch Prof. Dr. Alexander Sumski aus Tübingen in Zwiefalten wieder “heimisch” werden zu lassen.

 

So wurden unter der Federführung unseres Vereins in einer ökumenischen Feierstunde im Oktober 2005 einige seiner Werke vor allem mit Kräften aus Zwiefalten und Umgebung aufgeführt. Auch Sänger aus der französischen Partnergemeinde La Tessoualle und der befreundeten Gemeinde Ohorn bei Dresden nahmen daran teil.

 

Aufgrund des großen Erfolgs der Aufführungen und des öffentlichen Zuspruchs folgten im Jahr 2007 aus Vesperae de Domenica das Magnificat C-Dur, Psalm 129 „De profundis“ und die Messe Es-Dur. Die Vesperae de Domenica waren auch Inhalt des Konzerts in 2009.

 

Beim  Konzert in 2011 spielten die Chöre aus La Tessoualle  eine noch größere Rolle, denn es gab ein doppeltes Konzertwochenende am 25. September 2011 in Zwiefalten und am darauffolgenden Wochenende in La Tessoualle, an dem auch der ganze dortige Chor CANTA Tess mit über 40 Sängerinnen und Sängern teilnahm. Im Zentrum der Aufführungen in 2011 stand die „Missa solemnis C-Dur“ sowie der Psalm "Nisi dominus aedificaverit domum" und das Offertorium "O domus alma".

 

Wir dürfen mit Freude und auch Stolz festhalten, dass dem Ernest Weinrauch-Chor im Jahr 2014 ein musikalischer Brückenschlag nach Tschechien gelang – eine besondere Botschaft zur Völkerverständigung!

 

Bei dem Ausstellungsprojekt zur Historischen und bauhistorischen Verbindung der Benediktinerklöster Zwiefalten und Kladrau/Kladruby in Böhmen kam dem Ernest-Weinrauch Chor eine bedeutende Rolle zu: Er gestaltete am 24. Mai im Zwiefalter Münster musikalisch mit dem 5. Ernest Weinrauch Konzert den Auftakt zu dem Ausstellungsprojekt.

 

Bereits wenige Tage später am 20. Juni fand in der Klosterkirche von Kladruby die Wiederholung des Konzertes statt. Die Psalmen und marianischen Antiphonen waren für die Besucher aus Kladruby und der Oberpfalz musikalisches Neuland, aber auf Anhieb war die Begeisterung sehr groß. Die Beteiligten waren Jeanette Bühler (Sopran), Sabine Schilling (Alt), Tomás Korínek (Tenor), Jaromír Nosek (Bass), der Ernest-Weinrauch-Chor sowie das Symphonische Orchester des Konservatoriums Pilsen und die am Pult wirkenden Dirigenten Jörg Sommer und Jiri Strunc.

 

Heute dürfen wir mit Stolz feststellen, dass Konzerte mit den Werken des Zwiefalter Klosterkomponisten zu einem festen Bestandteil des örtlichen Kulturlebens geworden sind. Mittlerweile sind sie in die weithin bekannte Reihe der Münsterkonzerte aufgenommen worden

 

Wir können uns inzwischen auf einen relativ festen Stamm von Solisten, Instrumentalisten und Choristen verlassen. Fest dabei sind nach wie vor Sängerinnen und aus unserer französischen Partnergemeinde La Tessoualle. Der Weinrauch-Chor selbst umfasst derzeit 51 Sängerinnen und Sänger. Ein Organisationsteam unter der Leitung von Bettina Eppler übernimmt verschiedenste Arbeiten.

 

Am 2. Juli 2017 wurde das Stabat Mater für Soli, Chor und Orchester, einem Werk aus der Epoche der "Empfindsamkeit" aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgeführt. Dr. Torsten Augenstein konnte dieses Werk, nach umfangreichen Studien, Pater Ernest Weinrauch zuordnen. Als weiteres Werk erklang ein bisher nicht veröffentlichtes Ave Regina Coeleorum. Die Originalnoten befinden sich im Kloster Einsiedeln. 15 Sänger aus La Tessoualle haben, gut vorbereitet, den Chor verstärkt. In diesem Konzert wurde auch die Missa Es-Dur erneut aufgeführt.

 

 

Nun zu unserer Konzertplanung für 2019:

 

Nach Abschluss der 2018 begonnenen Bauarbeiten ist am 13. Oktober 2019 ein weiteres Barockkonzert mit Werken von Pater Ernest Weinrauch im Zwiefalter Münster geplant. Zu Aufführung wird sein Requiem kommen, ergänzt durch ein Werk von Isfrid Kayser (* 13. März 1712 in Türkheim; † 1. März 1771 im Prämonstratenserkloster Marchtal).

 

Im Zusammenhang mit diesem neuen Konzert veranstalten wir im Sommer 2020 ein musikwissenschaftliches Symposium unter dem derzeitigen Arbeitstitel Oberschwäbischer Barock, ergänzt durch ein Kammerkonzert in der Zwiefalter Prälatur mit Tübinger Musikwissenschaftlern.

 

Ohne die Unterstützung unserer sehr wohlwollenden Förderer und Gönner wäre unser auf rein ehrenamtlicher Basis organisiertes Ernest Weinrauch-Projekt nicht zu realisieren !

 

Wir danken sehr herzlich:

 

Herr Landrat Thomas Reumann und der OEW, der Kreisparkasse Reutlingen, der Erdgas Südwest GmbH, der Hans Schwörer Stiftung und AlbGold in  Trochtelfingen.

 

 

 

Proben des Weinrauchchors im Konventbau:

 

12.1. 10-16 Uhr

16.2. 10-16 Uhr

16.3. 10-16 Uhr

6.4. 10-16 Uhr

4.5. 10-16 Uhr

25.5. 10-16 Uhr

29.6. 10-16 Uhr

20.7. 10-16 Uhr

28./29.9. Probenwochenende in Bad Schussenried

 

 

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