Zum Kriegsende vor 75 Jahren

 

 

 

 

Aufgrund der Coronavirus – Schutzmassnahmen mussten alle nachfolgend  aufgeführten Veranstaltungen bis Ende Juni abgesagt werden und soweit als möglich neu terminiert! Wir bitten um Ihr Verständnis! 

 

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Auf dieser Seite finden Sie den Bericht über die Gedenkveranstaltung für die Opfer von Flucht und Vertreibung am Denkmal im Park La Tessoualle am 20. Juni.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 25.März

 

Fahrt nach München zur

Ohel-Jakob-Synagoge

  • in Kooperation mit der
  • VHS-Donau-Bussen.

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Münchner Hauptsynagoge ist ein Meisterwerk zeitgenössischer Sakralarchitektur. Wir werden eingeführt in die Symbolik des Baues, die jüdische Gottesdienstgestaltung, Bräuche und Traditionen des jüdischen Glaubens und rituelle Objekte der jüdischen Religionspraxis. Im Gang zum sakralen Raum der Synagoge wird erinnert an die in der Zeit des Nationalsozialismus deportierten und ermordeten 4500 Münchner Juden.

Danach Möglichkeit zur Einkehr im koscheren Restaurant oder zum Besuch des jüdischen Museum.

Eventuell ist kurzer Gang zum Viktualenmarkt oder zum Marienplatz möglich.

 

Dauer 08:15 - 19:15 Uhr

 

Abfahrt in Riedlingen um 8:15 Uhr, Stadthalle;

Zustieg in Zwiefalten, Rentalhalle um 8:30 Uhr.

Leitung: Marlene Müller

 

Gebühr: 35,00 €, incl. Fahrt und Führung.

 

Verbindliche Anmeldung bis spätestens Freitag, 13.03.2020

an die Geschäftsstelle:

St. Gerhard Str. 1,

88499 Riedlingen,

Telefon (07371) 76 91;

Email: info@vhs-donau-bussen.de

 

Wichtig:

Bitte Personalausweis zur Fahrt mitnehmen.

Herren werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen.

Fahrt mit dem bequemen Reisebus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag 24.April, 19.30 Uhr, Konventbau

 

Vortrag von Ernst-Reinhard Beck, MdB i.R.,

zum Kriegsende in Zwiefalten und in der Region.

 

 

 

Ernst- Reinhard Beck setzt  nach den Themen 1. Weltkrieg und Weimarer Republik  seine Vorträge zu Brennpunkten deutscher Geschichte fort. 

 

Geschildert werden die letzten Kriegshandlungen im Frühjahr 1945 in Deutschland und insbesondere  in den Gebieten des nördlichen Oberschwabens und Schwäbische Alb mit den Besetzungen der Ortschaften und Städte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Besetzung Zwiefaltens durch französische Truppen am 23.April 1945 liest Marlene Müller aus dem Kriegstagebuch der Maria Metzger  

Wie wir das Kriegsende erlebten,  einer Zwiefalter Zeitzeugin.

 

 

 

 

 

 

Samstag 13.Juni,

Haus am Gauberg 23

 

 

Vortrag von Klaus Weigelt

zum Untergang Königsbergs

 

 

Veranstaltung des Literaturkreises im Haus am Gauberg 23

 

 

Am Nachmittag - Uhrzeit wird noch bekanntgegeben

 

 

Der Untergang Königsbergs am 9. April 1945 beendete die 700jährige Geschichte einer Stadt, die in der Zeit des Deutschen Ordens, der Hanse, der Reformation, der Aufklärung und der Naturwissenschaften des 19. Jahrhunderts eine prägende Rolle für Deutschland und Europa gespielt hatte. Zudem war Königsberg als Brücke zwischen West und Ost nie ein „Bollwerk des Faschismus“ (außer in der Nazi-Zeit), sondern im Gegenteil vor allem im 18. und 19. Jahrhundert und weit ins 20. Jahrhundert hinein eine Stadt, in der sich viele Nationen des Ostens und des Westens, gerade auch Russen und Deutsche friedlich begegneten. Der Mord der Nazis an dem protestantischen Pfarrer Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg am gleichen 9. April 1945 wirkt aus heutiger Sicht wie ein Fanal des Königsberger Untergangs, der bis heute – anders als bei anderen im Krieg zerstörten deutschen Städten – zu keiner Auferstehung geführt hat.

 

 

Bei unserer zwölftägigen Exkursion im Juli/August hatten wir Königsberg besucht. Wir lernten eine "neue" Stadt, das russisch geprägte Kaliningrad kennen. Dennoch ist die deutsche Vergangenheit nicht auszulöschen.

Wir hörten während der Reise viel von dem geistesgeschichtlichen Reichtum, den uns Philosophen wie Immanuel Kant, Johann Gotttried Herder und viele andere, die in Königsberg und in Ostpreußen lebten, hinterließen. Ebenso fand die hochinteressante Geschichte des deutschen Stadt Königsberg und ihr Ende in einer menschlichen Katastrophe unser besonderes Interesse. Aufgrund der knappen Zeit

mussten manche Fragen  während unserer Reise offen bleiben.

Mit dem Vortrag von Klaus Weigelt sollen einige davon beantwortet werden und weitere Informationslücken geschlossen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 21. Juni

 

4. Exkursion – Gedenkorte in Oberschwaben:

„Fluchtwege“ in Hohenems und Orte des Widerstands in Weingarten

 

Gedenkfahrt zusammen mit der Gesellschaft für Heimatpflege in Stadt und Landkreis Biberach.

 

 

Hohenems war 1938 ein mögliches Tor in die Freiheit für jüdische Flüchtlinge. Viele versuchten hier den Gräueln des Nationalsozialismus zu entkommen und wagten zuerst legal, bald aber illegal die Flucht in die Schweiz. Ihren Spuren folgen wir am Vormittag bei einem Spaziergang vom Jüdischen Museum Hohenems zur und über die Schweizer Grenze. Audio-Interviews von damaligen Flüchtlingen und Fluchthelfern begleiten uns auf dem Weg. Wir hören von persönlichen Fluchtgeschichten, aber auch vom schwierigen neuen Leben nach einer gelungenen Flucht.

 

Am Nachmittag führt uns Uwe Hertrampf vom Denkstättenkuratorium Oberschwaben zu bedeutenden Erinnerungsorten des nationalsozialistischen Widerstands in Weingarten.

 

Reiseleitung:   Bodo Rüdenburg, Biberach, und Hubertus-Jörg Riedlinger, Zwiefalten
Gesamtpreis:  Mitglieder 40 € bzw. Nichtmitglieder 45 €


Abfahrt:   

08:00 Uhr Bushaltestelle „Saudengasse“ beim Landratsamt Biberach.

Rückkehr: gegen 18:30 Uhr

 

 

 

Freitag, 30.Oktober, 19.30 Uhr, Konventbau

 

Vortrag von

Dr. Bernd Reichelt

Die Heilanstalt Zwiefalten in der Zeit des Nationalsozialismus

 

in Kooperation mit dem ZfP

 

 

 

 

Der Vortrag skizziert die Geschehnisse und Entwicklungen in der Heil- und Pflegeanstalt Zwiefalten zur Zeit des Nationalsozialismus. Im Fokus stehen dabei zum Einen die gravierenden (medizin-)politisch bedingten Entwicklungen, welche durch die NS-„Rassenhygiene“ gerade in der Psychiatrie – und so auch in Zwiefalten – verschärft zum Ausdruck kamen. Begonnen mit der erbbiologischen Bestandsaufnahme und den Zwangssterilisierungen in den dreißiger Jahren, folgte ab 1940 der Massenmord an psychisch kranken und geistig behinderten Menschen. Zwiefalten wurde zu einer sogenannten Zwischenanstalt für Grafeneck. Auch in Zwiefalten kam es in den Kriegsjahren zu einem massenhaften Sterben. Zum Anderen werden im Vortrag auch die unterschiedlichen Akteure in Zwiefalten und deren Handlungsspielräume in der Zeit des Nationalsozialismus diskutiert.

 

 

Freitag, 20. November 19.30 Uhr, Konventbau

 

Vortrag von H.-J. Riedlinger

 

Kriegsende 1945 – Flucht und Vertreibung – Integration in Zwiefalten

 

 

 

 

 

 

 

1945 und in den Jahren danach kamen viele Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten nach Zwiefalten. Deren Schicksal und der oft nicht einfache Neubeginn in unserer Gemeinde sind Thema des Vortrags. Der Referent wird zudem einzelne Heimatgebiete im ehemals deutschen Osten vorstellen.

 

 

 

„Literatur und Kunst“ anlässlich des Barlach-Jahres

 

 

13. November 

 

„Ich gebe das Wirkliche und Wahrhaftige wieder“ –

Käthe Kollwitz und Ernst Barlach in ihrer existentiellen Kunst.

 

Vortrag von Klaus Weigelt

im Kapuzinerkloster Riedlingen

in Zusammenarbeit mit dem  Kunstkreis Riedlingen

 

 

 

 

 

Beide Künstler haben Werke geschaffen, die zu den eindrucksvollsten im Deutschland des 20. Jahrhunderts gehören. Beide wurden durch ihren tief religiösen Vater bzw. Großvater geprägt. Barlach wurde durch das Kunstwerk „Schwebender Engel von Güstrow“ unsterblich. Käthe Kollwitz ist die einzige deutsche Künstlerin, deren „Mutter mit totem Sohn“ dem nationalen Gedenken in der „Neue Wache“ Berlin Ausdruck verleiht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedenken

an Flucht und Vertreibung

20. Juni 2020

im La Tessoualler Park  

                             

 

„Die Erinnerung wachhalten“ war das Ziel der Gedenkstunde  von Geschichtsverein und  Reservistenkameradschaft Zwiefalten am Samstag, 20.Juni im La Tessoualler Park.

Leider musste eine Einladung an die Bevölkerung aufgrund der Corona Schutzbestimmungen, die nur eine Teilnahme von zehn Personen erlaubten, unterbleiben. Daher konnten im Wesentlichen nur Mitglieder der Vorstandschaften anwesend sein.

Es sprachen der Vorsitzende des Geschichtsvereins Hubertus- Jörg Riedlinger sowie als Vertreter der Gemeinde im Vorstand des Geschichtsvereins der stellvertretende Bürgermeister Klaus Käppeler.

In ihren Ansprachen erinnerten sie daran, daß zum Kriegsendes 1945, also vor nunmehr 75 Jahren,  nahezu 15 Millionen Deutsche von Flucht und Vertreibung betroffen waren; verbunden mit unsäglichem  Leid.  Etwa zwei Millionen Menschen ließen dabei ihr Leben.

Die Erinnerung an die furchtbaren Erfahrungen der  Eltern und Großeltern verblasse in den letzten Jahren zusehends, was die Initiatoren zusätzlich motivierte, das Gedenken wachzuhalten; gerade in einer Zeit in der sich weltweit aktuell 80 Millionen Menschen auf der Flucht befinden oder vertrieben wurden.

Es wurde betont, dass im La Tessoualler Park, der als Ausdruck der Freundschaft mit der französischen Partnergemeinde so benannt wurde und für die Einigung Europas stehe, der richtige Platz für das Gedenken an diese schlimmen historischen Vorgänge sei. Die deutsch-französische Freundschaft war eine der Voraussetzungen für die Beendigung des Kalten Krieges und die Einbeziehung der ehemaligen gegnerischen "Ostblockstaaten" in das gemeinsame Europa.

Besonders hervorgehoben wurde auch die gute „Gedenkkultur“ im kleinen Zwiefalten, u.a. mit den Veranstaltungen zum Volkstrauertag, zum Gedenken am 27. Januar-Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, oder am 9. November am Denkmal zum Fall der Mauer am 9.November. Dazu gehören auch Begegnungen der Gemeinderäte von La Tessoualle und Zwiefalten, wie zuletzt am 8. Mai 2016 anlässlich des „Tag der Befreiung vom Nazi-Regime“ und im November 2018 zum Ende des 1. Weltkrieg vor 100 Jahren oder ein gemeinsamer Besuches der Gedenkstätte in Grafeneck.

 

Die beiden Ansprachen können Sie nachlesen, indem Sie unten das jeweilige PDF-Dokument anklicken!

 

 

Ansprache Klaus Käppeler.pdf
PDF-Dokument [429.1 KB]
Ansprache HJ Riedlinger.pdf
PDF-Dokument [117.9 KB]

 

 

Zur Geschichte des Gedenkkreuzes:

 

Anfang der 50er Jahre errichteten Vertreter der Ortsgruppe des BDV erstmals ein Kreuz im Gedenken an Vertreibung und Flucht hier an dieser Stelle  im heutigen La Tessoualler Park

 Die Stätte musste 1983 erneuert werden da sie infolge von Arbeiten an der Mauer beschädigt worden war. Die Initiatoren waren seinerzeit die Herren Otto Hübel und Arnulf Huwe von der Ortsgruppe des Bundes der Vertriebenen.

Der Geschichtsverein und die Reservistenkameradschaft Zwiefalten unternahmen zuletzt 2009 eine umfassende Renovierung des Gedenkstätte, die 8.März 2009 mit einer großen Veranstaltung gefeiert wurde.

Auf Beschluss des Bundestages im Jahr 2014 wird jährlich am 20. Juni der Opfer von Flucht und Vertreibung weltweit sowie insbesondere der deutschen Vertriebenen.

Nach der ersten Gedenkfeier im Jahr 2015 wurde nun anlässlich des Kriegsendes vor 75 Jahre eine weitere durchgeführt. In jedem Jahr wird am 20.Juni eine Kerze am Kreuz entzündet.

 

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