Programm 2. Halbjahr
Hinweis: Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sowie weitere Termine werden noch eingefügt!
Historischer Klinikspaziergang mit Dr. Bernd Reichelt
Am Mittwoch, den 8. Juli 2026 bietet der Geschichtsverein Zwiefalten in Zusammenarbeit mit dem Württembergischen Psychiatriemuseum den Historischen Klinikspaziergang an. Dieser verbindet die Klostergeschichte mit der Geschichte von der „Königlich württembergischen Heil- und Pflegeanstalt“ bis zum heutigen Zentrum für Psychiatrie.
Treffpunkt: 17.00 Uhr am Peterstor.
Sonntag, 16.August
Wir setzen unsere Reihe der Fahrten zu Stätten von Naziunrechts fort!
Auf den Spuren des Mössinger Generalstreiks 1933
Die Pausa - Ehemals Textildruckerei von Weltrang in Mössingen
Besuch der ehemaligen Synagoge in Rexingen
Gemeinsame Veranstaltung mit der „Gesellschaft für Heimatpflege (Kunst- und Altertumsverein) in Stadt und Kreis Biberach e.V.“
Mössingen am Fuße der Alb ist heute Große Kreisstadt mit über 20 000 Ew., Anfang des 20. Jahrh. war es nur ein großes Dorf allerdings mit einigen Textilfabriken, darunter diejenige der Familie Löwenstein. Welf Schröter vom Löwensteinschen Forschungsverein e.V., ein ausgewiesener Experte der Geschichte der Pausa, wird uns durch die Stadt und zu den Erinnerungsorten der Pausa und der Familien Löwenstein führen.
Die Pausa bestach durch innovative Unternehmensführung, Bauhaus Architektur und Bauhaus Textildesignerinnen, die modernes Stoff-Design entwarfen und last but not least war die Pausa beim einzigen Generalstreik gegen Hitlers Ermächtigung am 31. Januar 1933 beteiligt. Herr Schröter wird uns auch über die nicht weniger interessante Geschichte der Aufarbeitung der Vertreibung und quasi Enteignung der Familien Löwenstein durch den Löwensteinschen Forschungsverein berichten.
Nachmittags fahren wir nach Rexingen und widmen wir uns einer der größten ehemaligen jüdischen Landgemeinden in Württemberg. Wir besuchen dort die frühere Synagoge. Am 9. November 1938 wurde sie geschändet, angezündet, gelöscht und dann der jüdischen Gemeinde genommen. Über 120 Juden wurden von Rexingen aus deportiert, nur 3 überlebten.
Seit 1952 ist sie evangelische Kirche und zugleich ein Gedenk- und Lernort.
Eine Ausstellung erzählt die Geschichte des Gebäudes und zeigt Bilder aus dem Leben der jüdischen Gemeinde. Im Erdgeschoss befindet sich eine Fachbibliothek für Judaica, die Arnold und Friederike Isenberg Bibliothek sowie die Ausstellung der Gruppenauswanderung im April 1938 mit der Gründung des Ortes Shavei Zion.
Im Anschluss besuchen wir den größten jüdischen Friedhof der Region, der 1760 angelegt wurde und fast tausend Gräber umfasst.
Der Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen, kümmert sich seit 1997 neben dem Erhalt des Gebäudes, vor allem um die Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der jüdischen Geschichte des Dorfes. Neben dem interreligiösen Dialog liegt dem Verein der Kontakt zu den Nachkommen und insbesondere der Schutz des jüdischen Lebens heute in Zeiten des wieder wachsenden Antisemitismus am Herzen. Die Führung wird von erfahrenen Aktiven des Synagogenvereins durchgeführt.
Reiseleitung:
Christa Lauber und Hubertus-Jörg Riedlinger und örtliche Führer/innen
Gesamtpreis:
wird noch mitgeteilt!
Abfahrt: 8:00 Uhr Haltestelle „Saudengasse“ beim Landratsamt Biberach,
Zustieg in Zwiefalten 9:00 Uhr am Rentalparkplatz
Rückkehr: Gegen 19 Uhr